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Lebensretter:in
Du bist für jemanden da draußen die einzige Hoffnung – ein Wangenabstrich, der Leben retten kann.
Schnell, sicher und bedeutsam.
Stammzellen sind die Mutterzellen aller Blutzellen und für die Bildung von Blut verantwortlich. Sie befinden sich im Knochenmark aller Knochen – in besonders hoher Konzentration im Beckenkamm und in geringerer Menge auch im peripheren Blut.
Bei einer Stammzelltransplantation werden gesunde blutbildende Stammzellen von einem:r Spender:in auf eine schwerkranke Person übertragen. Die Stammzellen übernehmen im Körper der Patient:innen die Funktion des erkrankten Knochenmarks und ermöglichen die Bildung neuer, gesunder Blutzellen.
Für viele Patient:innen mit Leukämie oder anderen Erkrankungen des blutbildenden Systems ist dies oft die einzige Chance auf Heilung.
In etwa 90 % der Fälle erfolgt die Entnahme ambulant über die Blutbahn (Stammzellspende), nur in rund 10 % der Fälle ist eine Knochenmarkspende unter Vollnarkose notwendig.
Damit eine Stammzelltransplantation erfolgreich ist, müssen die Gewebemerkmale (HLA) von Spender:in und Patient:in vollständig übereinstimmen. Für rund 10 % der Patient:innen in Österreich wird kein passender Spender gefunden. Deshalb ist jede einzelne Registrierung entscheidend.
Bei der Typisierung werden die Gewebemerkmale (HLA) mittels eines einfachen Wangenabstrichs bestimmt. Die Daten werden pseudonymisiert in der internationalen Datenbank gespeichert und stehen für den weltweiten Abgleich zur Verfügung.
Damit eine Stammzelltransplantation erfolgreich ist, müssen die Gewebemerkmale von Spender:in und Patient:in übereinstimmen.
Blutkrebs ist ein Sammelbegriff für verschiedene bösartige Erkrankungen des blutbildenden Systems, bei denen unreife weiße Blutkörperchen im Knochenmark entarten und sich unkontrolliert vermehren. Dadurch kann das Blut seine lebenswichtigen Aufgaben nicht mehr erfüllen. Bei Kindern ist Leukämie die häufigste Krebsart.
Eine Stammzelltransplantation wird notwendig, wenn das blutbildende System schwer geschädigt ist und sich nicht mehr selbst regenerieren kann. Dies ist häufig bei Leukämie, Lymphomen oder anderen schweren Erkrankungen der Fall. Für viele Patient:innen ist sie die einzige Chance auf Heilung, wenn alle herkömmlichen Therapien nicht mehr ausreichen.
Grundsätzlich kann sich bei Geben für Leben – Leukämiehilfe Österreich jede gesunde Person im Alter zwischen 16 und 45 Jahren registrieren. Die Spende ist ab 18 Jahren möglich. Registrierte bleiben bis zum 60. Lebensjahr gespeichert.
Falls du bereits bei uns oder in einer anderen Spenderdatei erfasst bist, ist eine erneute Aufnahme nicht erforderlich. Solltest du unter einer chronischen oder einer anderen schweren Erkrankung leiden oder gelitten haben oder regelmäßig Medikamente einnehmen, halte bitte unter info@gebenfuerleben.at Rücksprache mit unserem Team.
Registriere dich bitte NICHT, wenn du AKTUELL von einem der folgenden Kriterien betroffen bist:
Die Registrierung ist ohne Rücksprache möglich, wenn die folgenden Kriterien auf dich zutreffen:
Ja, eine Registrierung ist grundsätzlich möglich. Bitte gib uns jedoch bekannt, wann dein voraussichtlicher Entbindungstermin ist bzw. ob du aktuell stillst.
Deine Daten werden in dieser Zeit vorübergehend im System gesperrt und erst nach der Schwangerschaft bzw. Stillzeit wieder für die Spendersuche aktiviert.
Ja, absolut! Tätowierungen sind kein Ausschlussgrund für eine Registrierung oder Stammzellspende. Auch mit Tattoos kannst du Lebensretter:in werden.
Wenn du als potenzielle:r Spender:in infrage kommst, wird abgefragt, ob du in den letzten Monaten ein neues Tattoo oder Piercing bekommen hast. Das ist meist kein Ausschlussgrund, sondern wird individuell medizinisch geprüft.
Steht bereits ein konkreter Termin zur Stammzellspende fest, solltest du kurz davor auf neue Tattoos oder Piercings verzichten. Grund dafür ist das mögliche Risiko von Infektionen oder Entzündungen nach dem Stechen.
Der Weg zur Stammzellspende ist einfach: Zuerst füllst du online ein kurzes Registrierungsformular aus (Dauer ca. 2 Minuten), anschließend erhältst du ein kostenloses Typisierungsset per Post.
Mit den beigefügten Wattestäbchen führst du einen Wangenabstrich durch, unterschreibst die Einwilligungserklärung und sendest alles im beiliegenden Rücksendekuvert zurück. Nach der Analyse deiner Gewebemerkmale im Labor werden deine Daten pseudonymisiert in eine internationale Datenbank aufgenommen und stehen für die weltweite Suche nach passenden Spender:innen zur Verfügung.
Alternativ kannst du dich auch direkt bei einer unserer Typisierungsaktionen vor Ort registrieren. Die aktuellen Termine findest du auf unserer Website unter Termine.
Die Registrierung als Stammzellspender:in ist selbstverständlich kostenlos. Es steht jedem frei, die Laborkosten von 40 Euro für die eigene Typisierung zu übernehmen.
Viele unserer Spender:innen unterstützen uns auf diese Weise bereits – dafür sind wir sehr dankbar. Eine Verpflichtung zur Kostenübernahme gibt es nicht. Um jedoch weiterhin möglichst viele Menschen typisieren und unsere Datei ausbauen zu können, sind wir auf Geldspenden angewiesen. Geldspenden sind in Österreich steuerlich absetzbar.
Jeder Beitrag hilft, noch mehr Patient:innen eine zweite Chance auf Leben zu ermöglichen.
Im Labor werden 12 spezielle HLA-Merkmale der DNA analysiert. Diese Gewebemerkmale sind entscheidend für die Suche nach passenden Spender:innen. Je höher die Übereinstimmung, desto größer die Erfolgschancen.
Wenn du unsicher bist oder medizinische Fragen hast, hilft dir unser Team gerne weiter. Kontaktiere uns gerne unter 05574 / 63266 oder per Mail: info@gebenfuerleben.at
Geben für Leben – Leukämiehilfe Österreich kann grundsätzlich nur Personen aufnehmen, die ihren festen Wohnsitz in Österreich haben oder grenznah wohnen. Dies dient der bestmöglichen Betreuung der Spender:innen sowie der Einhaltung nationaler Standards und Abläufe.
Wenn du in einem anderen Land wohnst, kannst du dich bei einer lokalen Spenderdatei registrieren. Eine Übersicht internationaler Register findest du hier:
https://share.wmda.info/display/WMDAREG/Database
Unabhängig davon, in welchem Land du registriert bist, werden deine Daten pseudonymisiert in einer weltweiten Datenbank gespeichert und stehen für die internationale Spendersuche zur Verfügung.
Wenn du unsicher bist oder Fragen hast, hilft dir unser Team gerne weiter. https://www.gebenfuerleben.at/unser-team/
Deine Daten werden streng vertraulich behandelt. Datenschutz ist uns sehr wichtig und wir halten uns an die Datenschutzverordnung in Österreich. Nur die für die Spenderauswahl relevanten Daten, wie Alter, Geschlecht und deine HLA-Merkmale, werden pseudonymisiert (unter deiner Spendernummer) gemeldet. Nur Geben für Leben – Leukämiehilfe Österreich hat Zugriff auf deine persönlichen Kontaktdaten. Du kannst dich jederzeit aus dem Register löschen lassen.
Wenn deine Gewebemerkmale übereinstimmen, wirst du von uns kontaktiert. Der Ablauf umfasst Bestätigungstests, medizinische Untersuchungen, eine ausführliche Aufklärung, die Stammzell- bzw. Knochenmarkspende und die Nachbetreuung. Bitte halte deine Kontaktdaten aktuell, damit wir jederzeit mit dir in Kontakt treten können.
Es gibt zwei Methoden: die periphere Stammzellspende und die Knochenmarkspende.
Die periphere Stammzellentnahme kommt derzeit mit circa 90 Prozent am häufigsten zum Einsatz. Bei dieser Entnahmemethode wird über vier Tage ein Medikament verabreicht, das die vermehrte Produktion von Stammzellen anregt. Dies geschieht in Form von kleinen Spritzen, die sich der Spender selbst zuhause geben kann. Er wird dazu beim Voruntersuchungstermin angeleitet. Nach dieser Mobilisierung werden am 5. Tag die im Blut zirkulierenden Stammzellen über die Armvene entnommen. Die Anreise zum Entnahmezentrum erfolgt am Vorabend der Spende. Ein Hotel wird für den Spender und seine Begleitperson gebucht. Die Spende findet in der Ambulanz der Entnahmeeinheit unter der Fürsorge der Ärzte, die der Spender schon von der Voruntersuchung kennt, statt. Die Spende dauert etwa 4-5 Stunden. Eventuelle Nebenwirkungen während der Vorbereitungszeit sind grippeähnliche Symptome wie Knochen-, Glieder-, Muskel-, oder Kopfschmerzen oder Übelkeit. Diese Beschwerden können mit einem geeigneten Medikament gelindert werden. Der Spender wird darauf hingewiesen, dass es am Tag der Spende zu Einschränkungen der Fahrtüchtigkeit kommen kann und dass es empfohlen wird zur An- und Abreise kein Fahrzeug zu führen. Es ist ratsam sich von einer Begleitperson fahren zu lassen oder öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen.
Die Knochenmarkentnahme kommt bei etwa 10 Prozent der Stammzellspenden zum Einsatz. Die Entnahme (punktieren des Beckenkammknochens) erfolgt in Vollnarkose und dauert ca. eine Stunde. Der Spender kann die Klinik am darauffolgenden Morgen schon wieder verlassen. Eine medikamentöse Vorbereitung ist hier nicht nötig. Durch die Einstiche entstehen pro Seite ein bis zwei kleine Punkte im Bereich des Beckenkamms, die jedoch keine sichtbaren Narben hinterlassen. Bei der Knochenmarkspende kann es an der Entnahmestelle zu einem blauen Fleck und zu muskelkaterartigen Beschwerden im oberen Bereich der Gesäßmuskulatur kommen, die ebenfalls nach wenigen Tagen abklingen. Schweres Heben sollte nach der Knochenmarkspende für ca. 14 Tage vermieden werden. Der Spender wird darauf hingewiesen, dass es am Tag der Spende bzw. der Entlassung zu Einschränkungen der Fahrtüchtigkeit kommen kann und dass es empfohlen wird zur Abreise kein Fahrzeug zu führen. Es ist ratsam sich von einer Begleitperson fahren zu lassen oder öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen. Am Vortag der Spende wird der Spender stationär in der Entnahmeeinheit aufgenommen. Die Knochenmarkentnahme findet am nächsten Morgen statt. Am Folgetag wird vor der Entlassung noch einmal eine ärztliche Kontrolle durchgeführt.
Um eventuellen Missverständnissen vorzubeugen, wird noch betont, dass sich die Blutstammzellen im Knochenmark befinden. Das Rückenmark im Wirbelkanal hat damit nichts zu tun!
Die Stammzellspende ist ein sicheres und gut erprobtes Verfahren und in der Regel gut verträglich.
Bei der peripheren Stammzellspende (90 % der Fälle) kann es durch die vorbereitende Gabe eines Wachstumsfaktors zu vorübergehenden grippeähnlichen Beschwerden wie Kopf- und Gliederschmerzen kommen. Diese klingen in der Regel nach der Spende rasch wieder ab.
Bei der Knochenmarkspende kann es an der Entnahmestelle zu einem blauen Fleck und zu muskelkaterartigen Beschwerden im oberen Bereich der Gesäßmuskulatur kommen, die ebenfalls nach wenigen Tagen abklingen.
Langzeitstudien zeigen keine erhöhten Gesundheitsrisiken für Spender:innen. Langzeitfolgen sind nicht bekannt.
Durchschnittlich jede 300. Typisierung rettet ein Leben bei Geben für Leben.
Für diesen einen Menschen bedeutest du die Welt! Je mehr Menschen registriert sind, desto höher ist die Chance für alle Patient:innen, ihren „genetischen Zwilling“ zu finden. Deine Registrierung erhöht also die Überlebenschancen aller Leukämiepatient:innen weltweit.
Die Wahl der Methode richtet sich in erster Linie nach den medizinischen Bedürfnissen der Patient:innen und ist immer Entscheidung des Transplanteurs des Patienten. Nach Möglichkeit wird auf Wünsche Rücksicht genommen. Idealerweise erklärst du dich für beide Methoden bereit.
Ja! Bei Geben für Leben besteht die Möglichkeit, nach einer zweijährigen Sperrfrist erneut Stammzellen zu spenden. Auf eigenen Wunsch kannst du wieder freigeschaltet werden und stehst dann als „Backup-Spender:in“ zur Verfügung – das heißt: Wird weltweit kein passender Spender gefunden, ist eine zweite Spende möglich. Familienspenden sind jederzeit möglich.
Die Spende erfolgt in spezialisierten Entnahmezentren wie dem AKH Wien, AKB Gauting (Deutschland), IKT Ulm (Deutschland) oder dem Universitätsklinikum Graz.
Die Stammzellspende ist ein sicheres und gut erprobtes medizinisches Verfahren und in der Regel gut verträglich. Langzeitstudien zeigen keine erhöhten Gesundheitsrisiken für Spender:innen.
Bei der peripheren Stammzellspende können vorübergehend grippeähnliche Symptome auftreten. Bei der Knochenmarkspende kann es zu leichten Blutergüssen an der Entnahmestelle kommen. Diese klingen in der Regel nach wenigen Tagen wieder ab.
Im Normalfall sind es bei der peripheren Stammzellspende 2 Tage und bei der Knochenmarkspende 3 Tage. Der Voruntersuchungstag (ca. 3 Wochen vor der Entnahme) ist dabei bereits berücksichtigt. Nach der Entnahme kannst du im Regelfall deinem Alltag wieder wie gewohnt nachgehen.
Nein, für dich entstehen keinerlei Kosten! Die Registrierung und eine eventuelle Spende von Stammzellen sind komplett kostenlos. Alle Nebenkosten wie Anreise, Unterkunft, etc. werden übernommen. Du investierst nur etwas Zeit – und schenkst damit möglicherweise Leben.
Ja. Du bist während des gesamten Prozesses umfassend abgesichert.
Nein. Die Entnahme erfolgt ausschließlich aus dem Beckenkamm und hat nichts mit dem Rückenmark zu tun.
Nein. Bei der Knochenmarkspende reproduziert der Körper die entnommenen Stammzellen innerhalb weniger Wochen vollständig neu. Bei Stammzellspenden wird ein Überschuss an Stammzellen produziert und nach der Spende hat man gleich viele Stammzellen wie vorher.
Die Stammzellspende erfolgt zunächst anonym. Je nach Land können anonyme Briefe bereits nach der Spende ausgetauscht werden.
Nach den Richtlinien von Geben für Leben – Leukämiehilfe Österreich ist eine Datenfreigabe nach zwei Jahren grundsätzlich möglich. Ein persönlicher Kontakt oder ein Kennenlernen kann anschließend erfolgen, sofern beide Seiten einverstanden sind und die jeweiligen gesetzlichen Regelungen dies erlauben.
Ja, du kannst dich jederzeit und ohne Angabe von Gründen aus der Spenderdatenbank löschen lassen. Wir verstehen, dass sich Lebensumstände ändern können. Wichtig ist nur: Solltest du tatsächlich als Spender:in infrage kommen, bedenke, dass ein schwerkranker Mensch auf dich hofft. Die Entscheidung liegt aber immer bei dir.
Deine Daten bleiben bis zum 60. Lebensjahr in der Datenbank gespeichert oder bis du dich aktiv abmeldest.
Nein. Deine Gewebemerkmale ändern sich nicht und bleiben dauerhaft gültig. Registrierte Personen bleiben bis zum 60. Lebensjahr gespeichert.
Jede Typisierung kann die entscheidende sein. Mit wenigen Minuten kannst du dazu beitragen, einem Menschen eine zweite Chance auf Leben zu schenken.
Wenn du eine Spendenaktion zugunsten von Geben für Leben – Leukämiehilfe Österreich organisieren möchtest, freuen wir uns sehr darüber.
Melde dich gerne direkt bei uns – unser Team unterstützt dich bei der Planung und Umsetzung deiner Aktion.
Hier kannst du auch ganz einfach deine eigene Geldspendenaktion starten: https://gebenfuerleben.info/lhoe/anlassspenden/?cf=www
Auch wenn eine Registrierung als Stammzellspender:in über 45 Jahren nicht mehr möglich ist, gibt es viele wertvolle Möglichkeiten, Geben für Leben zu unterstützen:
Alle Möglichkeiten findest du hier:
https://www.gebenfuerleben.at/moeglichkeiten-geben-fuer-leben-zu-unterstuetzen/
Jede Unterstützung hilft, mehr Menschen eine zweite Chance auf Leben zu ermöglichen.
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