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Stammzellspende von Matthias schenkt Hoffnung für Amerikaner

Mo, 17.9.2018 | 12:37

Unser 84. Spender heißt Matthias

Matthias Rader (21) kommt aus Eberschwang in Oberösterreich und er ist unser 84. Lebensretter. Er wurde erst im März dieses Jahres typisiert und schon wenige Monate später als potentieller Lebensretter ausgewählt. Hier ist sein Erfahrungsbericht.

Als ich mir im Frühling dieses Jahres kurz die 15 Minuten Zeit nahm, um an der Typisierungsaktion bei uns auf der FH Hagenberg teilzunehmen, hatte ich nicht damit gerechnet, dass ich wirklich einmal als Stammzellenspender drankommen könnte. Besonders nicht so bald.

Keine sechs Monate später wurde ich eines Besseren belehrt, als Geben für Leben mit mir in Kontakt trat. Ich bin mit großer Wahrscheinlichkeit als Stammzellenspender ausgewählt worden, und es soll auch noch schnell gehen. Zwei Tage später hatte ich schon die erste Blutabnahme beim Hausarzt, in der darauffolgenden Woche fand bereits die Voruntersuchung in Gauting bei München statt, die Spende sollte eine Woche später stattfinden. Mein Ferialarbeitgeber zeigte sich kooperationsbereit, sodass ich all diese unerwartet aufgetretenen Termine ohne Probleme erledigen konnte.

Bei der Voruntersuchung in Gauting, wo später auch meine Spende stattfinden soll, werden alle Spender gründlich durchgecheckt und über den weiteren Verlauf aufgeklärt. Dieser weitere Verlauf bestand daraus, dass ich mir die fünf Tage vor der Spende täglich zwei Spritzen verabreichen musste. Diese Spritzen können während dieser Zeit unangenehme Nebenwirkungen verursachen, wie Kopfweh oder Knochenschmerzen. Ich durfte mich aber zu den Glücklichen zählen, bei denen diese Nebenwirkungen nur sehr schwach auftraten, wodurch ich auch bis auf den Tag vor der Spende noch arbeiten gehen konnte.

Die Spende selbst tut nicht weh, sie ist als Spender nicht anders als eine längere Blutspende, nur mit etwas mehr "Verkabelung". Bei mir war der Vorgang nach gut drei Stunden abgeschlossen. Nach einem kurzen Abschlussgespräch wurde ich dann entlassen. Ich fühlte mich zu diesem Zeitpunkt wieder ziemlich gut, daher plante ich auf der Rückfahrt noch einen Stopp am ganz in der Nähe liegenden Starnberger See ein. Am Tag darauf war ich sogar schon wieder so fit, dass ich ganz normal in die Arbeit gehen konnte.

Die Spende war eine wirklich interessante Erfahrung, von der ich nicht gedacht hätte, sie je zu machen. Ich hoffe sehr, dass ich damit einem Menschen helfen konnte. Zumindest weiß ich, dass jemand nur durch mich wieder eine Chance hat, gesund zu werden. Und das ist ein wirklich gutes Gefühl.

Lieber Matthias, wir danken dir sehr für diesen großartigen Einsatz. Du hast dadurch einem Mann in Amerika wieder Hoffnung auf ein Überleben geschenkt.

Bild: Unser 84. Lebensretter Matthias Rader bei der Stammzellspende - Download Foto

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