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Burgenländer spendet Stammzellen an Mann in Mitteleuropa

Di, 16.3.2021 | 14:36

Unser 237. Spender ist Christoph aus dem Burgenland

Christoph (30) aus Gols ließ sich 2018 in Kittsee durch unseren Kooperationspartner "Leben spenden KMT" typisieren. Seine gesunden Stammzellen gingen an einen Mann aus Mitteleuropa. Hier ist sein unterhaltsamer Erfahrungsbericht.

"Wer morgen nichts zu tun hat und etwas Gutes tun will…..

So begann damals im August 2018 die Nachricht eines Kameraden in der WhatsApp Gruppe unserer Feuerwehr. Ohne eigentlich wirklich zu wissen was jetzt genau eine Stammzellenspende bedeutet, fuhr ich hin und ließ mich typisieren, weil Blutspenden gehen wir ja immerhin auch.

Eigentlich schon längst wieder vergessen bekam ich Ende 2020 dann die Mitteilung, dass ich als Spender in Frage komme. Oh Yeah! Ich kann unter Umständen etwas richtig Gutes tun!

Schon kurz darauf bekam ich per Post Röhrchen für eine Blutuntersuchung zugeschickt. Also ab zum Hausarzt, Röhrchen voll machen und dann gleich weiter ins Labor damit. Da der Befundbericht dann nichts Nachteiliges ergab, wurde ich als Spender für drei Monate reserviert. Oh du fröhliche! Und schon rund einen Monat danach ein Anruf mit der Frage: „Fühlst du dich bereit, ein Leben zu retten?“ - Antwort: „Und wie!“

Kurz darauf meldete sich dann auch schon die Med-Uni Wien bezüglich Terminvereinbarung. Voruntersuchung war Anfang Februar. Es war regelrecht beeindruckend, wie freundlich und fürsorglich sich um mich gekümmert wurde. Der erste Spendentermin musste wegen einer Fieberblase leider verschoben werden. Somit hieß es zwei Wochen länger warten.

Zuhause bei meiner Familie angekommen machte sich dann Unbehagen breit. Was ist, wenn mich in den nächsten Wochen Covid erwischt? Es sind ja nur noch eine Woche Ferien und dann beginnt wieder die Schule für meine beiden Kinder. Zumal meine Frau und ich ja auch in systemrelevanten Jobs arbeiten.

Also was bleibt zu tun? Koffer packen, den Kindern erklären warum und weshalb, FFP2 Maske auf und ab zu meiner Mutter, um mich so weit wie möglich zu isolieren. Ich sollte recht behalten, denn bereits einen Tag nach meinem Auszug wurde meine Frau K1 eines auf Covid positiv Getesteten. Nach fünf Tagen Entwarnung: "Wir sind negativ." Was dann in den nächsten Tagen noch alles geschah war sekundär. Es zählte nur noch der Tag der Spende.

Dann war es so weit: Wir beginnen mit den Injektionen. Nebenwirkungen? Hätte man mir vorher nichts von den möglichen Nebenwirkungen erzählt, so hätte ich diese wohl gar nicht bemerkt. Jeden Tag dann auch ein freundlicher Anruf, bei dem sich nach meinem Befinden erkundigt wird.

Der Tag der Spende: Noch schnell einen COVID-Test und dann ab auf die Station zum Zellseparator. Ich werde nicht mehr aus den Augen gelassen, die Situation beginnt sogar einen leichten Wellnesscharakter anzunehmen. Denn obwohl mir ein Fernseher und mein Laptop zwecks Unterhaltung zur Verfügung stehen, beschließe ich, einfach nur die Augen zu schließen und zu entspannen. Als es dann nach rund vier Stunden heißt: "Wir sind fertig", steige ich mit einem Gefühl in mir vom Bett, welches wohl auch Superman verspürt haben musste, als er zum ersten mal die Welt gerettet hatte.

Abschließend möchte ich mich beim Verein Geben für Leben wie auch beim Team der Med-Uni Wien für die beeindruckende Freundlichkeit und Fürsorglichkeit wie auch bei meiner Familie für alles bedanken."

Lieber Christoph, auch wir bedanken uns für Deinen tollen Einsatz und Deine lieben Worte!

Bild: Unser 237. Lebensretter Christoph mit seiner Lebensretter-Urkunde - Download Foto

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