Du fehlst
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Christoph aus dem Burgenland spendete sein Knochenmark in die USA

Di, 12.3.2019 | 10:46

Unser 102. Spender heißt Christoph

Christoph (34) ist unser 102. Lebensretter und er kommt aus dem Burgenland. Im Februar hat er einem erwachsenen Amerikaner sein gesundes Knochenmark gespendet. Hier ist sein Erfahrungsbericht. 

Als ich mich im Juni 2018 im Krankenhaus Oberwart typisieren ließ, habe ich ehrlich gesagt nicht damit gerechnet, dass es zu einem Spendenaufruf bei mir kommen wird und schon gar nicht so schnell.

Am 20.12.18 wurde ich jedoch eines Besseren belehrt als ich kontaktiert wurde, dass ich eventuell als Spender in Frage kommen würde. Sofort schossen mir unzählige Gedanken durch den Kopf: Wann soll das nun geschehen? Wie geht sich das mit der Arbeit aus? Was geschieht da genau mit mir? Wer ist der Mensch, der meine Hilfe braucht? ...

Nach den ersten Voruntersuchen, durchgeführt von Frau Dr. Barbara Pelzmann in Oberwart und ohne die ersten Untersuchungsergebnisse überhaupt zu erfahren war mir innerlich schon klar, das wird was, du gehst zum Spenden.  Schon ein paar Wochen danach wurde ich ins AKB Gauting eingeladen, um hier die große Voruntersuchung zu durchlaufen. Auch hier wurde ich sehr herzlich empfangen und sehr eingehend auf das für mich zu Erwartende vorbereitet. Nachdem auch hier meinerseits die Anforderungen für den zukünftigen Empfänger erfüllt wurden, stand nun einer Knochenmarkspende nichts mehr im Weg.

Als ich Ende Februar zur Entnahme wieder nach Gauting kam, wurde nochmals ein kleiner Gesundheitscheck an mir vorgenommen und es wurden nochmals die Einzelheiten für die am Morgen darauf folgende Entnahme besprochen. Ich würde hier lügen, wenn ich behaupten würde, vor dem Eingriff nicht nervös gewesen zu sein, aber im Hinterkopf hatte ich immer den Gedanken, du hast die Chance jemandem zu helfen.

Die Entnahme selbst verlief für mich unspektakulär. Mir ging es danach sogar schon so gut, dass ich mich am Nachmittag in ziviler Bekleidung aus meine Zimmer schlich. Am darauffolgenden Tag wurde mir nochmals Blut entnommen, um meine Werte zu prüfen. Da auch hier alles für mich in Ordnung war, konnte ich die Klinik schon am Vormittag wieder verlassen. Die Schmerzen, wenn man diese so bezeichnen soll, beschränkten sich darauf, dass ich an den Einstichstellen sowas wie einen stärkeren Muskelkater verspürte, der jedoch nach ein paar Tagen verschwand. Ich war sogar schon zwei Tage nach meiner Spende auf einem Faschingsball unterwegs und das ohne Einschränkungen bis in die Morgenstunden.

Sollte eine weitere Spende erforderlich sein, würde ich diese jedenfalls neuerlich über mich ergehen lassen, wissentlich, dass ich bei allen behandelnden Personen - sei es in Österreich oder Deutschland - in guten Händen war.  

Vielen Dank Christoph für dein großartiges Engagement!

Bild: Unser 102. Lebensretter Christoph mit seiner Lebensretterurkunde - Download Foto


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