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Junger Burgenländer hat seine gesunden Stammzellen gespendet

Mo, 10.6.2019 | 17:48

Unser 113. Spender heißt Christoph

Christoph (24) aus dem Burgenland ist unser 113. Lebensretter. Er ließ sich vor einem Jahr bei unserer großen Aktion in Oberwart typisieren. Hier ist sein berührender Nachbericht. 

Hallo! Ich heiße Christoph, bin 24 Jahre alt und Student. Ich habe mich Anfang Juni 2018 gemeinsam mit meinem Bruder typisieren lassen. Der Grund hierfür war, dass es in meiner näheren Verwandtschaft zu dieser Zeit einen Fall von Leukämie gab, der auch eine Spende erhielt, es jedoch letztendlich leider nicht schaffte.

Umso überraschter waren meine Familie und ich, als ich nur wenige Monate später die Nachricht erhielt, dass es für mich vielleicht möglich wäre, auch Spender zu werden. Ich stimmte natürlich sofort zu, da mir dieses Thema nahe ging.

Einige Tage später erhielt ich auch schon ein Paket, mit dem ich zu meinem Hausarzt ging, wo mir dieser noch einmal Blut abgenommen hat, um festzustellen, ob ich wirklich mit dem Empfänger zusammenpasste.

Anschließend musste ich einige Zeit warten, da mein Blut untersucht werden musste. Wenige Wochen später erhielt ich dann den entscheidenden Anruf, dass ich Spender sein werde. Dies war aufgrund meiner Vorgeschichte ein sehr emotionaler Moment, da es für mich so war, als ob ich einem Fremden etwas zurückgeben würde, was ein anderer Fremder versuchte, einem sehr nahestehenden Menschen zu geben.

Nachdem die Termine fixiert waren, fuhr ich zum ersten Mal nach Gauting bei München, wo ich einen Tag vor der Voruntersuchung in einem kleinen, gemütlichen Hotel übernachtete, da die Anreise von Wien zu lange dauerte. Diese Voruntersuchung wurde durchgeführt, um zu checken, ob für meinen Körper die Spende kein Problem ist und keine Gefahr darstellt. Noch am selben Tag erhielt ich die Bestätigung, dass alles OK war und mir wurde eine große Kühltasche mit den Spritzen mitgegeben, die die Spende über das Blut erst möglich machen.

Am 13. April 2019 begann ich damit, mir die Spritzen zu geben, die erste wurde mir zur Demonstration von einem Arzt gegeben, damit ich sehen konnte wie es geht und keine Fehler machte. An den ersten zwei Tagen ging es mir bis auf leichtes Kopfweh sehr gut, wobei auch die Medikamente, die ich vom Spende-Zentrum in Gauting erhielt, gut gewirkt haben. In Wien fing ich mir jedoch – komplett unabhängig von den Spritzen – einen Magen-Darm-Virus ein, der mich eineinhalb Tage außer Gefecht setzte, unter anderem auch am Anreisetag nach Gauting. Medikamente vom Arzt halfen wiederum sehr.

Nichtsdestotrotz kam ich einen Tag vor der Spende gut in Gauting an, wobei mir hierbei mein Bruder sehr geholfen hat, der mich begleitete und unterstützte. Nach einer letzten nervösen Nacht wachte ich ausgeschlafen im selben Hotel wie bei der ersten Reise am 17. April 2019 auf und fühlte mich schon wesentlich besser. Nun galt es noch mir die letzten Spritzen um 6:00 Uhr zu geben.

Ca. um 8:00 wurden wir von einer Mitarbeiterin abgeholt, die uns ins Spende-Zentrum brachte. Dort wurde ich nach kurzem Warten und einem weiteren kurzen Gespräch in den Raum gebracht, in dem die Spende stattfinden sollte. Nun wurden mir an beiden Armbeugen bei der Vene ein Schlauch gelegt, was kurz weh tat, aber schnell aufhörte. Dann wurde die Maschine, welche die Stammzellen vom Rest des Blutes trennte, auch schon eingeschalten und um kurz nach 9:00 ging es los. Während der Spende durfte ich meine Arme nur sehr wenig bewegen, da dies zu Komplikationen führen konnte, jedoch wird in Gauting eine große Liste an Filmen angeboten, die einem die Zeit verkürzen.

Bei mir war es jedoch allgemein sehr schnell vorbei, da es wenig Probleme gab und um ca. 12:00 war ich schon fertig. Anschließend musste ich noch einige Zeit warten, damit man feststellen konnte, ob bei mir wieder alles OK war, was sich nach Kurzem auch bestätigte. Nach einem letzten Gespräch mit einer der Ärztinnen wurde ich auch wieder entlassen und es ging wieder ab nachhause.

Ich möchte mich noch bei meiner Familie bedanken, insbesondere meinem Bruder, der mich auf der anstrengenden Reise begleitete, und vor allem der tollen Mannschaft in Gauting, die einen top über alles aufgeklärt haben, die auch immer nett waren und für die keine Frage zu dumm war. Zudem auch ein großes Dankeschön an das Team von „Geben für Leben“, die mir diese Chance erst ermöglicht haben. Danke vielmals!

Lieber Christoph, wir danken Dir für Deinen großartigen Einsatz und den berührenden Nachbericht! Mit Deinem Einsatz hast Du einem Mann aus Mitteleuropa eine Chance auf Leben geschenkt.

Bild: Unser 113. Lebensretter Christoph bei seiner Stammzellspende - Download Foto


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