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Leuchtende Kinderaugen am 23. Dezember

Mo, 30.12.2019 | 16:17

Eine kleine Weihnachtsgeschichte

Die folgende Geschichte wurde durch unseren Partner "Stunde des Herzens" zusammen mit unserer Schriftführerin durchgeführt. Uns hat sie sehr berührt, darum möchten wir sie Euch nicht vorenthalten.

Unsere Schriftführerin Susanne ist in ihrem Hauptjob Schaustellerin. In dieser Funktion betreut sie einige Stände beim Bregenzer Weihnachtsmarkt und sie organisiert seit vielen Jahren das Bregenzer Frühlingsfest. Dort lernte sie den Protagonisten dieser Geschichte kennen.

Mohammad ist der älteste Sohn einer christlichen Kurdenfamilie aus Syrien. Das Schicksal hat ihm große Herausforderungen zugeteilt. Denn, nicht nur musste er mit seiner Familie die Heimat verlassen, sondern er ist auch von einer schweren Krankheit gezeichnet: der Progerie. 

Die Krankheit, auch als "Alterskrankheit" bezeichnet, sorgt durch eine Mutation des Zellkerns für eine beschleunigte Alterung, wodurch junge Menschen wie Greise aussehen. Die durchschnittliche Lebenserwartung der weltweit nur rund 250 Fälle ist gering. 

Susanne hat den jungen Mann vor wenigen Jahren beim Frühlingsfest kennengelernt. Am Weihnachtsmarkt traf sie ihn wieder und beschloss, ihm ein unvergessliches Weihnachtsfest zu bereiten.

Mohammad ist von der Existenz des Christkinds felsenfest überzeugt. Doch er war sicher, dass ihn das Christkind gar nie finden könne, weil sie so versteckt lebten. Sie meinte nur zu ihm: "Zuhause findet es Dich vielleicht nicht. Aber schau doch mal hier hinauf in unseren offenen Weinachtsstand. Hier kann Dich das Christkind mühelos finden. Du musst nur am 23. Dezember zusammen mit Deinen Geschwistern zu mir kommen. Und: Ihr müsst natürlich vorher einen Brief ans Christkind schicken, in dem ihr ihm sagt, was ihr Euch wünscht!"

Gesagt, getan. Den Brief für ihn und seine beiden Geschwister setzten sie gemeinsam auf. Susanne nahm mit mir Kontakt auf. Ich meldete mich umgehend bei unserem Partner Joe Fritsche von "Stunde des Herzens". Er besorgte mit Sponsoren die Geschenke und brachte sie zu mir.

Am 23. Dezember fanden dir drei Kinder eine inszenierte Bescherung am Weihnachtsmarkt vor. Als sie die Geschenke öffneten, fanden sie darin ein Nintendo-Gerät mit einem passenden Spiel sowie ein Set Pokemeon-Karten (Mohammad), seine kleine Schwester ein Barbie-Puppenhaus und sein kleiner Bruder ein ferngesteuertes Auto. 

Die MitarbeiterInnen des Standes und viele Gäste hatten Tränen in den Augen. Unser Team heulte schon lange, weil diese Freude und dieses Staunen kaum auszuhalten waren. Auch ihre Eltern konnten das Glück ihrer Kinder kaum fassen. Die Mutter weinte frei heraus, der Vater musste kurz den Raum verlassen, um sich zu sammeln.

Doch damit nicht genug. Joe ließ noch eine weitere Bombe platzen die uns allen emotional den Rest gab. Denn er informierte die krisengebeutelten Eltern, dass er ihnen von Stunde des Herzens eine Spende von € 1.000,- zugedacht hatte, um ihre ärgsten Sorgen zu lindern! Beim Blick auf die erstaunten Gesichter der Eltern brachen die letzten Dämme der Zurückhaltung und unsere Schminke löste sich in Brei auf!

Vielen Dank Susanne Fessler, vielen Dank Joe! Und vielen Dank an alle Sponsorinnen und Sponsoren, die dieses Weihnachtswunder möglich gemacht haben. Mit dieser wunderschönen Aktion gebt Ihr den Menschen den Glauben an Weihnachten zurück!

Bild hinten vlnr: Mohammads Mutter, Susanne Fessler, Susanne Marosch, Vater, Cemanur Kartal und Helin Üzüm (beide GfL), vorne vlnr: kleiner Bruder, Joe Fritsche, Mohammad, Schwesterchen - Download Foto

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