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Niederösterreicher spendet nach Familienschicksal Stammzellen

Mi, 19.1.2022 | 15:16

Unser 294. Spender ist Benjamin aus Niederösterreich

Benjamin (30) aus Albrechts hat einem Mann aus Mitteleuropa gesunde Stammzellen und damit Hoffnung geschenkt.

Meine Schwester erkrankte mit 15 Jahren an Leukämie und benötigte eine Stammzellenspende. Damals kam ich zum ersten Mal mit diesem Thema in Berührung. Bei einer Spendersuche stellte sich heraus, dass meine zweite, noch jüngere Schwester, als Spenderin besser passt als ich.

Nach dieser Spendersuche dachte ich, dass ich registriert bin, doch 2018 meldete sich der Verein Geben für Leben bei mir und bat mich um einen Wangenabstrich für eine „richtige“ Typisierung für die weltweite Datenbank.

Im Herbst 2021 erhielt ich überraschend eine Nachricht, dass ich möglicherweise als Spender für einen Leukämiepatienten in Frage kommen könnte. Nach einer genauen Blutuntersuchung stellte sich heraus, dass ich ein geeigneter Spender bin. Aus diesem Grund wurde ich bis Jahresende reserviert.

Im Dezember kam die Nachricht, dass meine Stammzellen benötigt werden. Kurz vor Weihnachten fuhr ich hierfür zur Voruntersuchung. Bei dieser Untersuchung wurde ich durchgecheckt und über das weitere Vorgehen und über die Spende aufgeklärt. Da wurde mir auch meine Verantwortung für einen anderen Menschen richtig bewusst.

Vier Tage  vor der Spende musste ich täglich zwei Spritzen nehmen, damit mein Körper genügend Zellen produziert. Als Symptome der Spritzen hatte ich leichtes Kopfweh und Schmerzen im Rücken, Nacken und in den Schultern.

Am Tag X kam es nach einem ordentlichen Frühstück im Hotel zur Spende im AKH.

Bei der Spende wurde mein Blut von einem Arm entnommen, in einer Maschine in seine Bestandteile zentrifugiert, die Stammzellen entnommen und in den anderen Arm wieder zurückgegeben. Während der Spende wurde eine Blutprobe ins Labor geschickt um festzustellen ob ich ausreichend Stammzellen habe. Als das Ergebnis der Probe vorlag, staunte das Personal im AKH. Ich hatte so viele Stammzellen, dass ich in einer rekordverdächtigen Zeit von drei Stunde fertig war. Ich konnte mir nicht einmal die Nachrichten zu Mittag fertig ansehen.

Nach der Spende wurde nochmals kontrolliert, ob genug Stammzellen zusammengekommen sind. Glücklicherweise waren sie mehr als ausreichend. Die Rückenschmerzen haben sich also ausgezahlt. Zwei Freunde holten mich am Nachmittag ab und brachten mich wieder nach Hause.

Nächste Woche und in den kommenden Jahren habe ich noch einige kleine Nachuntersuchungen bei meinem Hausarzt. Dabei wird kontrolliert, ob meine Blutwerte passen.

Ich möchte mich hier auch für die professionelle Organisation und freundliche Unterstützung bei Geben für Leben und beim zuständigen Personal im AKH Wien bedanken! - Sie haben das Beste aus mir herausgeholt. :-)

Meine Schwester ist leider einige Wochen nach Erhalt der Stammzellen verstorben. Umso mehr hoffe ich, dass es diesmal klappt und sollte mein genetischer Zwilling diese Zeilen lesen, soll er oder sie wissen, dass ich es gern gemacht habe!

Für alle anderen gilt: Geht´s typisieren, es kann ein Leben retten!

Lieber Benjamin, vielen Dank für Deinen großartigen Einsatz. 

Bild: Unser 294. Lebensretter Benjamin bei der Stammzellspende - Download Foto

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