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Derzeitiger Stand: 55301 Typisierungen und 78 Spender gefunden

Daniela Eckhart aus Oberösterreich hat ihre gesunden Stammzellen gespendet

Fr, 15.6.2018 | 10:10

Unsere 67. Spenderin heißt Daniela

Unsere 67. Spenderin Daniela Eckhart (33) aus Vorchdorf ließ sich am 6. Mai 2017 am Kumplgut in Wels typisieren. Damals kamen über 2.100 Menschen in diese großartige Einrichtung, um sich für den kleinen Max und alle anderen Menschen typisieren zu lassen, die dringend eine lebensrettende Stammzellspende benötigen. Hier ist ihr Erfahrungsbericht. 

Mein Name ist Daniela. Ich bin 33 Jahre alt und lebe mit meiner Familie in Vorchdorf, OÖ.

Die Idee, Stammzellen zu spenden, entstand vor etwa 2 Jahren. Damals wartete meine Cousine aufgrund einer Stoffwechselerkrankung auf eine Spenderlunge und niemand wusste wie lange sie diese Zeit mit einer so geringen Lungenfunktion noch überbrücken konnte. Diese Wochen waren geprägt von einem ganz schlimmen Gefühl der Hilflosigkeit – nicht zu wissen, wie lange sie noch durchhält und ob rechtzeitig ein passendes Organ für sie gefunden werden kann. Ich beschäftigte mich viel mit Krankheit, Tod und welche Möglichkeiten ein gesunder Mensch hat, hier einzugreifen und Betroffene ein Stück weit zu unterstützen, dagegen anzukämpfen. So kam ich auf die Idee einer Stammzellen- bzw. Knochenmarkspende.

Und wie es der Zufall will, fand im Mai 2017 eine große Typisierungsaktion in Wels statt, an der ich – neben 2000 anderen Menschen - teilnahm.

Im Feb. 2018 kam dann der Anruf, dass ich möglicherweise als Spenderin in Frage käme. Dieser Moment war unbeschreiblich – wie oft hat man denn schon die Chance, ein Leben zu retten!?

„Ein Leben retten“ hört sich für mich unglaublich heldenhaft an, dabei war es doch in meinem Fall so einfach und wirklich kein großer Aufwand. Nach einer Blutabnahme beim Hausarzt fuhr ich zur Voruntersuchung nach München, wo ich die endgültige Freigabe zur Spende bekam. 4 Tage vor dem Spendetermin musste ich mir 2x tgl. ein Medikament spritzen, um die Stammzellenproduktion anzuregen, vergleichbar mit einer Thrombosespritze. In diesen Tagen fühlte ich mich nicht besonders, hatte Gliederschmerzen und war körperlich angeschlagen. Am 5. Tag erfolgte schließlich die Spende. Wie bei einer Plasmaspende wurde an einer Armvene Blut abgenommen, die Stammzellen herausgefiltert und am anderen Arm bekam ich das Blut wieder zurück. Das Ganze dauerte 3 Stunden und schon während dieser kurzen Zeit ließen die Gliederschmerzen deutlich nach und ich fühlte mich bald wieder fit. Nach einem kleinen Snack erfolgte noch ein ausführliches Nachgespräch und ich konnte die Klinik schon am Nachmittag verlassen.

Vom Verein „Geben für Leben“ und auch von der Klinik in München wurde ich von Beginn an bestens betreut und ich konnte mich jederzeit an die Ansprechpersonen wenden. Ich fühlte mich wirklich gut aufgehoben und umsorgt und möchte mich dafür nochmal bedanken!

Dem Empfänger wünsche ich von ganzem Herzen, dass die Stammzellen gut angenommen werden und er ein neues, unbeschwertes Kapitel in seinem Leben beginnen kann.

Danielas Spende ging an einen erwachsenen Mann in der Schweiz.

Bild: Unsere 67. Lebensretterin Daniela Eckhart bei der Stammzellspende - Download Foto

Hier noch ein tollesVideo mit den beiden Spenderinnen anläßlich eines Interviews am Kumplgut.

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